Dinesens Grundstein wurde Ende des 19. Jahrhunderts gelegt, als der Baumeister Hans Peter Dinesen aus Jels ein eigenes Sägewerk gründete. Hans Peter Dinesen stellte kompromisslose Anforderungen an die Rohware. Deshalb verbrachte er viel Zeit im Wald, wo er die Bäume sorgfältig auswählte. Das Äußere der Stämme wurde bewertet und notiert. Beim Schneiden wurde dann die innere Qualität mit den äußeren Merkmalen verglichen. So ging Hans Peter Dinesen bei jedem einzelnen Stamm vor – um die beste Qualität zu gewährleisten. Hans Peter Dinesen war flexibel und legte Wert auf Kundendienst. Er hörte sich die Wünsche der Kunden an, die dann ausschlaggebend waren. Damals hieß es deshalb: Was man in der Apotheke nicht bekommen konnte, konnte man im Sägewerk in Jels kaufen.
Hans Peter Dinesens überließ sein Lebenswerk seinem ältesten Sohn, der es wiederum an seinen Sohn weitergab. Und noch heute – vier Generationen später – sind der Dienst am Kunden und das Wissen um Rohware und Verarbeitung das Herzstück des Unternehmens.
Dielenböden
1965 sollte ein historisches Jahr für das Sägewerk Jels werden. Für die Restaurierung des 400 Jahre alten Schlosses in Sønderborg wollten die Architekten lange und breite Dielen für die Fußböden. Die Wahl für den Auftrag fiel auf die Holzart Douglas und das Sägewerk Jels. Dies war die erste größere Lieferung des Sägewerks von Fußbodendielen in Längen bis zu 15 m und Breiten bis zu 45 cm.
Die markanten Dielenböden aus Jels erregten bei vielen Architekten Aufmerksamkeit. In der Folgezeit wurde daher Dielenböden für zahlreiche Schlösser, Herrensitze und Kirchen geliefert. Als dann Heidi und Thomas Dinesen 1989 das Unternehmen übernahmen, richteten sie die Strategie darauf aus, dass das Sägewerk Jels ausschließlich großformatige Bodendielen bester Qualität herstellte.
Anfang der 1960er Jahre wandte der englische Architekt John Pawson sich zum ersten Mal mit einem Projekt an das Sägewerk Jels. Die reine, ruhige Ausstrahlung der Dielenböden schienen perfekt zu Pawsons minimalistischem Stil zu passen. Damit überschritt das Unternehmen die Grenze vom örtlichen Sägewerk zum internationalen Akteur.
Dinesen heute
Von Generation zu Generation weitervererbt, konnte das Sägewerk Jels 1998 sein 100-jähriges Bestehen feiern. Künftig sollte die Qualität einen Namen haben. Daher werden die Bodendielen heute unter dem Familiennamen Dinesen vermarktet. Die Grundlage sind jedoch nach wie vor die guten alten, unabdingbaren Grundsätze handwerklicher Qualität. Und der Respekt vor dem Rohholz und den individuellen Projekte der Kunden.